PNG-2013: Mehr Anreize für Angehörige!

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Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) - 2013<< Zur Übersicht des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes (PNG)!

Zum 01.01.2013 setzt der Gesetzgeber mehr Anreize für Angehörige, die sich dazu entschlossen haben, die notwendigen Pflegemaßnahmen selbst durchzuführen. Die Neuregelungen sind eingefasst in die Demografiestrategie der Bundesregierung, nach der es die Folgen und Herausforderungen einer zusehends alternden und rückläufigen Bevölkerung in Deutschland abzufedern gilt. Der Pflege von Pflegebedürftigen durch Angehörige wird daher eine wachsende Bedeutung zukommen, die schon jetzt zu fördern ist.

Hälftige Pflegegeldfortzahlung bei Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Bislang erhielten Pflegebedürftige aus Anlass einer Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege nur die üblichen Unterstützungsleistungen zweckgebunden als Regelsätze für eine maximale Dauer von vier Wochen pro Kalenderjahr. Das Pflegegeld wurde für diese nur temporären Maßnahmen nicht fortgezahlt.

Neuerdings erhält der Pflegebedürftige neben den bekannten Regelsätzen für Kurzzeit- und Verhinderungspflege zusätzlich noch das hälftige Pflegegeld für jeweils bis zu vier Wochen pro Kalenderjahr. Es werden damit folgende, einheitliche Leistungen bei den Pflegestufen I bis III während einer Kurzzeit- und Verhinderungspflege zuerkannt:

  • Bei Kurzzeitpflege: bis zu 1.550,00 € plus 50% Pflegegeld nach der jeweiligen Pflegestufe für max. -4- Wochen/Jahr
  • Bei Verhinderungspflege: bis zu 1.550,00 € plus 50% Pflegegeld nach der jeweiligen Pflegestufe für max. -4- Wochen/Jahr

see also
§ 37 Abs. 2 Satz 2 SGB XI Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen (Quelle: www.gesetze-im-internet.de)
§ 39 SGB XI Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson (Quelle: www.gesetze-im-internet.de)
§ 42 SGB XI Kurzzeitpflege (Quelle: www.gesetze-im-internet.de)

Reha-Aufenthalte von pflegenden Angehörigen gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen

Nutzen pflegende Angehörige Vorsorge- und Rehabilitationsangebote, haben sie nunmehr die Möglichkeit, den Pflegebedürftigen mitzunehmen. Der Gesetzgeber versucht damit, den Konflikt zwischen eigener Vorsorgenotwendigkeit beim pflegenden Angehörigen und dessen stetige Einbindung in die Pflegetätigkeit seines nahen Verwandten aufzulösen. Denn pflegende Angehörige sind meist erst dann zur Vorsorge und Rehabilitation bereit, wenn sie den Pflegebedürftigen in der Nähe wissen.

Problematisch ist an der Regelung, dass die so verstandene Mitnahme des Pflegebedürftigen über die Kurzzeitpflege abgewickelt werden muss. Es steht damit für die gemeinsamen Aufenthalte von pflegenden Angehörigen und Pflegebedürftigen kein separates Leistungskonzept zur Verfügung. Es gelten die Regelungen der Kurzzeitpflege.

see also
§ 42 Abs. 4 SGB XI Kurzzeitpflege (Quelle: www.gesetze-im-internet.de)

Sonstiges für pflegende Angehörige:

Letztlich bleibt darauf hinzuweisen, dass es für pflegende Angehörige neuerdings rentenrechtliche Vorteile bei der Anrechung ihrer Pflegezeiten gibt, stärkere Förderungen für Selbsthilfegruppen existieren, die pflegende Angehörige bei ihren Tätigkeiten unterstützen und auch für ehrenamtliche Tätigkeiten im Rahmen der Pflege jetzt Aufwandsentschädigungen gezahlt werden können.

Neuerungen aus dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG 2013)

 

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