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Pflegetagebuch

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Vielerorts irrt man über die Bedeutung eines Pflegetagebuches. Was ist das überhaupt und wozu braucht man das? Wir klären für Sie an dieser Stelle nicht nur den Begriff, sondern erläutern Ihnen, warum Sie sich die Mühe machen sollten, ein solches Pflegetagebuch zumindest vor einem Besuch des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) anzulegen.

Pflegetagebuch; - was ist das?

Wie Sie sicherlich bereits bei Durchsicht der Website von SorglosPflege erfahren haben, kommt dem Pflegetagebuch im Rahmen des Antragverfahrens auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung eine zentrale Bedeutung zu. Über das Pflegetagebuch werden sämtliche, von der Pflegeperson durchgeführten Pflegetätigkeiten im Einzelnen festgehalten und deren Zeitaufwand und Intensität im zeitlichen Ablauf beschrieben. Das Führen des Pflegetagebuches bedeutet in der überwiegenden Anzahl der Fälle ein gehöriger Aufwand, der durch die Pflegeperson oder dem Angehörigen zu leisten ist. Dies wird noch dadurch verschärft, dass der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) meist eine repräsentative Wochenaufstellung wünscht und nicht nur die Momentaufnahme eines einzigen Tages.

Pflegetagebuch; - wozu?

Das Pflegetagebuch dient im Wesentlichen dazu, den täglichen Pflegeaufwand repräsentativ und umfassend zu dokumentieren.
Die Mühen, die mit dem Führen eines Pflegetagebuches verbunden sind, werden sich erfahrungsgemäß jedoch sehr schnell auszahlen, wenn Sie das mit der nötigen Gründlichkeit erstellte Pflegetagebuch dem Gutachter des MDK bei seinem Besuch zwecks Eingruppierung in die Pflegestufe am Ort des Pflegebedürftigen vorlegen können. Hierzu sollten Sie im eigenen Interesse bedenken, dass dieser Gutachter, der über die Einordnung des Pflegefalles in eine Pflegestufe und damit über die Höhe der Ihnen zustehenden Leistungen aus der Pflegeversicherung unmittelbar mit entscheidet, im Regelfall nur über eine begrenzte Besuchszeit verfügt, um letztendlich zu einem für Sie angemessenen Ergebnis zu kommen. Die brisante Kombination von Zeitdruck und klarer Vertretung von Versicherungsinteressen auf Seiten des Gutachters kann dazu führen, dass die von Ihnen vertretene Position zur Pflegeeinstufung nicht zwingend zum Tragen kommen muss. Sie sind schon von daher gehalten, Ihre Argumentationen auch entsprechend beweiswirksam darlegen zu können. Genau hier setzt das Führen eines Pflegetagebuches an und leistet wertvolle Überzeugungsarbeit.

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Beispielhaftes Pflegetagebuch der AOK (Quelle: www.aok.de)
Beispielhaftes Pflegetagebuch der Verbraucherzentrale NRW (Quelle: www.vz-nrw.de)
Beispielhaftes Pflegetagebuch der Hanseatischen Krankenkasse (Quelle: www.hek.de)
Beispielhaftes Pflegetagebuch des Sozialverbandes VdK (Quelle: vdk.de)