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Pflegestufen nach SGB XI

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Liegt eine Pflegebedürftigkeit vor, wird sie – je nach Zeitbedarf bei der Pflege – in eine der Pflegestufen eingruppiert.

Die Einstufung erfolgt im Einzelnen nach folgendem Schema:

  • Pflegebedürftige ohne Pflegestufe (Pflegestufe 0)
    Das sind Personen, deren täglicher Pflegebedarf unter 45 Minuten liegt. Unter Pflegestufe 0 fallen z.B. Pflegebedürftige, die an Demenz erkrankt sind. Die korrekte Bezeichnung der sog. Pflegestufe 0 lautet - Zusätzliche Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz -
  • Erheblich Pflegebedürftige (Pflegestufe 1)
    Das sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
    Im Tagesdurchschnitt werden mindestens 90 Minuten Hilfe benötigt. Hierbei müssen mehr als 45 Minuten auf die tägliche Grundpflege entfallen.
  • Schwer Pflegebedürftige (Pflegestufe 2)
    Das sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Insgesamt sind mindestens 3 Stunden Hilfen täglich erforderlich, wobei mindestens 2 Stunden auf die tägliche Grundpflege entfallen müssen.
  • Schwerst Pflegebedürftige (Pflegestufe 3)
    Das sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Durchschnittlich sind täglich mindestens 5 Stunden Hilfen erforderlich, wobei mindestens 4 Stunden tägliche Grundpflege anfallen.
  • Schwerst Pflegebedürftige mit Härtefallregelung (Pflegestufe 3+)
    Das sind Personen, deren Pflegeaufwand sich aufgrund der individuellen Situation als außergewöhnlich hoch bzw. intensiv darstellt. Eine außergewöhnlich hohe Belastung der Pflegeperson liegt dann vor, wenn die täglich durchzuführenden Pflegemaßnahmen das übliche Maß der Grundversorgung der Pflegestufe 3 quantitativ oder qualitativ weit übersteigen.