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Kombinationsleistungen!

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Kombinationsleistungen in der Altenpflege

Kombination von Geld- und Sachleistungen in der Altenpflege
Wenn die pflegebedürftige Person den ihm nach Einstufung der Pflegestufe zustehenden Umfang der Pflegesachleistung gemäß § 36 Abs.3+4 SGB XI nicht vollständig in Anspruch nimmt, hat sie einen weiteren Anspruch auf das ihr laut Pflegeeinstufung zustehende Pflegegeld nach § 37 SGB XI. Der jeweils anteilige Anspruch errechnet sich nach dem Verhältnis zwischen dem Höchstbetrag der zustehenden Pflegesachleistung und dem real in Anspruch genommenen Betrag. Häufig ist in der Praxis eine Kombination aus Geld- und Sachleistung sinnvoll oder sogar erforderlich. Zum einen können die Leistungen dann insgesamt höher sein, als wenn ausschließlich das Pflegegeld in Anspruch genommen wird. Zum anderen können die Pflegepersonen Unterstützung und Entlastung bei der Pflege und Betreuung durch professionelle Dienste erhalten.

Bei der Kombination von Geld- und Sachleistungen wird der jeweils nicht genutzte prozentuale Anteil der Pflegesachleistung zusätzlich als Pflegegeld ausgezahlt.

Das Verhältnis von Geld- und Sachleistung entscheidet der Antragsteller über die von ihm individuell gewählte Sachleistung selbst.

Exemplarische Beispiele zur Kombinationspflege:

Beispiel 1:
Sie pflegen Ihren Angehörigen (Pflegestufe 1) fachgerecht allein zu Hause. Es stehen Ihnen somit 235,- EURO Pflegegeld zu.
Allerdings nehmen Sie als Hilfe zum Duschen des Pflegebedürftigen auf privater Basis 4x im Monat die Unterstützung einer ausgebildeten Hilfskraft in Anspruch. Diese berechnet Ihnen jeweils 20,- EURO pro Besuch. Somit verbleiben für die von Ihnen zu erbringende Pflege noch 155,- EURO (235,- abzüglich 80,-) monatlich.
Nehmen Sie anstelle der ausgebildeten Hilfskraft bei diesem Beispiel jedoch die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch, stehen Ihnen 450,- EURO Pflegesachleistung zur Verfügung. Wenn diese Sachleistung z.B. nur zu 50% (also 220,- EURO) von Ihnen für den Pflegedienst (z.B. 4x Duschhilfe) verbraucht wird, bekommen Sie die restlichen 50% vom Pflegegeld (117,50 EURO) rückwirkend von Ihrer Pflegekasse ausgezahlt.

Beispiel 2:
Herr C. (Pflegestufe 2) hat im Monat Mai Sachleistungen durch einen Pflegedienst in Höhe von 300,- EURO beansprucht. Eigentlich stehen ihm 1.100,- EURO an Pflegesachleistung monatlich zu. Von diesen 1.100,- EURO hat er also nur 27,27% verbraucht.
In der Pflegestufe 2 hat Herr C. monatlich einen Pflegegeldanspruch auf 440,- EURO. Von diesen 440,- EURO erhält er nun noch die restlichen 72,73%, also 320,01 EURO.

Beispiel 3:
Herr Schmidt ist in Pflegestufe 2 eingestuft und hat einen Anspruch auf Sachleistungen in Höhe von maximal 1.100,- EURO oder auf Pflegegeld in Höhe von 440,- EURO. Herr Schmidt hat bei der Antragstellung die Kombinationsleistung gewählt und bekommt für 660,- EURO Sachleistung von einem Pflegedienst. Die Summe entspricht also 60% der höchstmöglichen Sachleistung, das heißt, es besteht noch relativ eine Differenz in Höhe von 40% zur Pflegegeldleistung, die Herrn Schmidt eigentlich zusteht. Herr Schmidt erhält somit neben den Sachleistungen in Höhe von 660,- EURO monatlich noch ein Pflegegeld in Höhe von 176,- EURO (entsprechen 40% von 440,- Euro).

wichtig
Eigentlich müsste sich der Pflegebedürftige zuvor für 6 Monate festlegen, in welchem Verhältnis er Sachleistungen und Pflegegeld beanspruchen möchte. Hiervon sehen die Pflegekassen jedoch bei entsprechender Antragstellung ab. Vielmehr wird dann das anteilige Pflegegeld monatlich nach Erhalt der Sachleistungsrechnung berechnet.