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Sachleistungen!

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Sachleistungen in der Altenpflege

Was versteht der Gesetzgeber unter Sachleistungen in der Altenpflege?

Unter Sachleistungen in der Altenpflege versteht der Gesetzgeber die Inanspruchnahme von Diensten und Sachen oder Dingen wie:

  • Verhinderungs- oder Ersatzpflege
  • Technische Hilfsmittel
  • Pflegekursen

Je nach Art der Sachleistung werden unter Umständen die Gesamtaufwendungen übernommen oder anteilig bezuschusst. In jedem Fall ist ein Antrag der jeweilig erforderlichen Leistung und auch der Nachweis der erfolgten Leistung erforderlich. Der Nachweis kann z.B. mittels Vorlage einer Rechnung erfolgen.

Grundsätzlich gilt, dass der Antrag vor Inanspruchnahme der Leistung erfolgen sollte. Die Anträge zu den einzelnen Sachleistungen müssen bei den zuständigen Stellen wie z.B. beim Bundessozialamt oder den zuständigen Sozialversicherungsträgern gestellt werden.

1.Unterstützungszuwendungen für Verhinderungs- oder Ersatzpflege

Eine mögliche Sachleistung ist die Unterstützungsleistung für einen pflegenden Angehörigen, wenn dieser verhindert ist, die Betreuung des Pflegebedürftigen über einen bestimmten Zeitraum eigenständig aufrecht zu erhalten. Verhinderungsgründe können z.B. der Krankheitsfall oder auch ein anstehender Urlaub der Pflegeperson sein. Auch sonstige wichtige Gründe können dazu führen, dass anstelle der persönlichen Pflege eine professionelle Betreuung in Anspruch genommen werden muss.

Voraussetzung zur Inanspruchnahme von Sachleistungen ist, dass mindestens die Pflegestufe 3 und höher nach dem Bundespflegegeldgesetz (BPGG) oder eine nachweisliche Demenzerkrankung in Verbindung mit mindestens der Pflegestufe 1 vorliegt.

Ein grundsätzliches Kriterium ist, dass die Pflege Ihres Angehörigen bereits seit mindestens einem Jahr erforderlich ist.

Die mögliche Höhe der finanziellen Unterstützungsleistung im Kalenderjahr richtet sich nach der individuellen Pflegestufeneingruppierung und beträgt bei:

  • Pflegestufe 1-3:     1.200,- EURO
  • Pflegestufe 4:        1.400,- EURO
  • Pflegestufe 5:        1.600,- EURO
  • Pflegestufe 6:        2.000,- EURO
  • Pflegestufe 7:        2.200,- EURO

Die Dauer der Inanspruchnahme pro Kalenderjahr ist begrenzt auf max. 4 Wochen und muss mindestens für eine zusammenhängende Woche in Anspruch genommen werden. Wird die Ersatzpflegekraft für einen Zeitraum von weniger als einer zusammenhängenden Woche in Anspruch genommen, verringert sich der Betrag der Unterstützung anteilig. Der Anspruch auf Zuwendung ist einerseits abhängig vom Einkommen, andererseits besteht in keinem Fall Rechtsanspruch auf die Zuwendung. Als Einkommensgrenzen gelten zur Zeit für die Stufen 1-5 ein monatliches Netto-Einkommen in Höhe von 2.000,- EURO und bei den Pflegestufen 6 und 7 ein monatliches Netto-Einkommen von 2.500,- EURO.
Handelt es sich bei der zu pflegenden Person um einen an Demenz erkrankten Pflegebedürftigen, so kann die Verhinderungs- oder Ersatzpflege bereits für den Zeitraum von mind. 4 Tagen in Anspruch genommen werden.

Die Zahlung der Leistung erfolgt nach Vorlage der tatsächlich angefallenen Aufwendungen.

2.Technische Hilfsmittel

Den Zuschuss zu privaten Hilfsmitteln erhalten Menschen mit Behinderung, soweit das Hilfsmittel behinderungsbedingt erforderlich ist. In der Hilfsmitteldatenbank des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) erhalten Sie Detailinformationen über die dem jeweiligen Krankheitsbild zugeordneten Hilfsmittel.
Der Zuschuss ist bei der zuständigen Krankenkasse zu beantragen.

3.Pflegekurse

Interessierte können sich in speziellen Schulungen und Kursen durch Vorträge, praktische Anleitungen und Übungen das erforderliche Wissen durch Anbieter sozialer Dienste vermitteln lassen. Die Kurse sind in der Regel kostenpflichtig.